Gewölbekeller Alte Schule

18h / 21h: boxhorn

Boxhorn

Boxhorn spielt eigene songs in mundart, englisch und hochdeutsch. Ohne schnörkel und schnickschnack.
Mal chansonesk, mal bissig, mal groovig, mal verträumt – stets mit unpluggedcharakter.

martin gubler: gesang, cajon, gitarre, gepfeife
andreas steffes: bass, gesang, gitarre
thomas dreier: piano, gitarre, gesang, gitalele

19h / 22h: Basel-Land-Strycher

Baselland-strycher

Wir machen der Schweizer Volksmusik Beine!

Wie hat wohl Schweizer Volksmusik vor 1000 Jahren geklungen? Wir wissen recht wenig darüber. Sicher ist, dass unsere Volksmusik schon immer Einflüsse der umliegenden Länder aufgenommen hat durch Söldnerwesen und rege Handelsbeziehungen. Dennoch gibt es einige, bei uns gewachsene Musiktraditionen, wie der „Jüüz“ aus dem Muotatal, Büchelmelodien und das „Zäuerli“, die bis heute in der Urform überlebt haben.

Ab dem 12. Jh. gibt es auch mannigfaltige Darstellungen von Musikanten und ihrem Umfeld. Sie spielten verschiedene Flöten, Geigen, Hackbrett, Drehleier, Sackpfeife, Trümpi, Brummtopf und viele verschiedene Rhythmusinstrumente, vermutlich lüpfige Tanzmusik mit starker Akzentuierung des Rhythmus und einem nasalen Klang. Ueberlieferungen in Notenschrift gibt es erst ab ca. 1550. Sie werden den „Benzenouer Züritantz“ hören, eines der ältesten in Notenschrift überlieferten Volksmusikstücke. Im 18. Jh. waren die Geige und das Hackbrett in der ganzen Schweiz weit verbreitet. Wir spielen aus dieser Zeit aus der reichen Sammlung von Tänzen der Binninger Dorfmusik einen Schottisch. Etwas später vollzog sich in der Volkmusik ein starker Wandel mit dem Aufkommen neuer Instrumente wie Handorgel, Klarinette und Kontrabass.

Die heute als Ländlermusik bezeichnete Stilrichtung wurde zwischen 1940 und 1960 gepflegt. Bis 1990 dominierte diese die Volksmusik. Danach wagten meist junge, experimentierfreudige Leute den Ausbruch aus den erstarrten Formen und eine neue Volksmusikgeneration bringt frischen Wind, sodass die Volksmusik zu einer gegenwärtig spannenden Musikszene wird. Ursprüngliche Traditionen werden aber nicht einfach gemieden, sondern gepflegt und weiterentwickelt.

Die Basel-Land-Strycher nehmen sie mit auf diese vielfältige Klangreise durch die Zeitepochen.